„Wahlkämpfe und politische Gewalt in Mecklenburg 1930-1933“
Am Freitag, dem 12. Juni 2026 um 18 Uhr war im Dorfzentrum Klein Trebbow diese Veranstaltung

Dr. Bernd Kasten, Leiter des Schweriner Stadtarchivs, wird unter dem Titel „Wahlkämpfe und politische Gewalt in Schwerin 1930 bis 1933“ Einblicke in die politisch aufgeladene Atmosphäre jener Jahre geben. Der Niedergang der Demokratie in Mecklenburg war seit 1930 von einem immer heftigeren Anstieg der politischen Gewalt begleitet. Hatten die Parteien bis dahin auf die Kraft ihrer Argumente vertraut und auch ihre politischen Gegner zu Wort kommen lassen, so schlugen die Nationalsozialisten hier einen ganz anderen Kurs ein. Im Wahlkampf wurde nicht mehr miteinander geredet, sondern – soweit es die NSDAP anging – vor allem gebrüllt, geschlagen und geschossen. Saalschlachten, Überfälle und Schlägereien prägten das politische Klima auch in Mecklenburg. Unter anderem endeten Konflikte in Grevesmühlen, Hagenow und Güstrow für Mitglieder des Reichsbanners bzw. der Eisernen Front, die sich für die Sicherung der Weimarer Republik einsetzten, tödlich. Die NSDAP setzte zunehmend auf Gewalt, um ihre politischen Ziele durchzusetzen.

Der Vortrag gehört zum Begleitprogramm im Rahmen unserer Sonderausstellung „Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie in Mecklenburg 1924 bis 1933“. Die Mitglieder der Schutzorganisation der Republik setzten sich in ihrem Kampf um die Weimarer Republik für Demokratie ein – denn Demokratie war für sie die Bedingung für Frieden und Freiheit.

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