Was ist die „Denkstätte Teehaus Trebbow“?

In Klein Trebbow haben Ostern 1944 im „Teehaus“, neben dem Herrenhaus der Familie von Barner, die Grafen Fritz-Dietlof von der Schulenburg und Claus Schenk von Stauffenberg konspirative Gespräche zur Vorbereitung des Attentats auf Adolf Hitler und die anschließende Neugestaltung Deutschlands geführt.

Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 begannen im August 1944 die Prozesse vor dem „Volksgerichtshof“. Fritz-Dietlof von der Schulenburg wurde am 10. August 1944 zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet.

1995 schuf Tisa von der Schulenburg eine Gedenktafel für Klein Trebbow. Wiedergegeben wird ein Satz Schulenburgs während des Schauprozesses: „Wir haben diese Tat auf uns genommen, um Deutschland vor namenlosem Elend zu bewahren. Ich weiß, dass ich dafür gehängt werde, bereue es aber nicht.“

Der Förderverein „Denkstätte Teehaus Trebbow e.V.“ hat 2004 das Teehaus in Klein Trebbow als Denkstätte für die Stärkung von Zivilcourage und Bürgergesellschaft eingeweiht. In jährlichen Veranstaltungen widmet sich der Förderverein dem Thema Widerstand gegen Diktaturen.

Die Ausstellung “Der Weg in den Widerstand. Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg” kann ab Januar 2026 nur auf Anfrage im Teehaus Klein Trebbow besichtigt werden.

Anfrage unter :mail@teehaus-trebbow.de

Hinweis Parken:
Das Teehaus befindet sich im Park, dort gibt es keine Parkmöglichkeiten, nutzen Sie bitte die Parkplätze am Dorfzentrum, Schmiedestr. 2, am Buswendeplatz vor der Seestr. 55, und am Kindergarten, Seestr. 69, 19069 Klein Trebbow.

AKTUELLES

Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924 - 1933

Schwarz Rot-Gold waren nicht nur die Farben der Weimarer Nationalversammlung sondern auch die des 2024 gegründeten Reichsbanner. Die Mitglieder der Schutzorganisation der Republik setzten sich in ihrem Kampf um die Weimarer Republik für die deutsche Demokratie ein – denn die Demokratie war für sie die Bedingung für Frieden und Freiheit. Vor allem wollten sie mit zivilen Mitteln für den Erhalt der parlamentarischen Demokratie eintreten. Mit Unterstützung der drei Weimarer Koalitionsparteien - der SPD, der liberalen Deutschen Demokratischen Partei und des Zentrums - konnte das Reichsbanner viele Menschen für die Verteidigung der Republik mobilisieren. Sie erklärten sich bereit, diese notfalls gegen ihre Feinde auch mit Gewalt zu verteidigen. Das Reichsbanner scheiterte jedoch an der nationalsozialistischen Gewalt und wurde 1933 durch das NS- Regime verboten. Viele ehemalige Mitglieder engagierten sich aber weiterhin im Widerstand gegen das NS-Regime.

Mit der Sonderausstellung "Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924 bis 1933" möchte der Förderverein Denkstätte Teehaus Trebbow e.V. einen Überblick über die Aktivitäten und einzelne Personen des Reichsbanners in Mecklenburg bzw. im damaligen Gau Mecklenburg-Lübeck geben.

Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 10. Mai 2026, um 16 Uhr im Teehaus in Klein Trebbow eröffnet. Dr. Fritz Felgentreu, Vorsitzender des Reichsbanner Schwarz- Rot-Gold. Bund aktiver Demokraten e.V. der Bundesrepublik Deutschland führt in die Ausstellung ein.
Hinweis Anreise Teehaus Klein Trebbow wegen Straßenvollsperrung

Da die Straße K 46 zwischen der B 106 und Ortseingang Klein Trebbow gesperrt ist, muss die Anreise von Schwerin über Warnitz - Pingelshagen - Groß Trebbow über die L03 oder von Wismar über Alt Meteln - Böken - Groß Trebbow erfolgen, an den einseitigen Sperrschildern in Groß Trebbow bitte links weiterfahren !
(Umleitung ist ausgeschildert)

Einladung herunterladen (PDF 2,4 MB)

Ausstellungen und Projekte